Hast du schon von Seed Cycling oder Seed Rotation gehört? Hierunter versteht man eine Form der Ernährung, die Frauen zu mehr Hormonbalance verhelfen soll. Während der vier Phasen des weiblichen Menstruationszyklus sind jeweils unterschiedliche Hormone im wichtig. Deren Produktion soll beim Seed Cycling mit bestimmten Samen und Kernen angekurbelt werden.

Falls du jetzt nur Bahnhof verstehst – das können wir sehr gut nachvollziehen. Deshalb sind wir der Sache für dich auf den Grund gegangen. In diesem Artikel erfährst du was Seed Cycling ist, wie es funktioniert, wie du damit PMS lindern kannst und was du dafür benötigst.

 

Wie äußert sich ein hormonelles Ungleichgewicht?

Bevor wir näher auf das Thema Seed Rotation eingehen, möchten wir dir gern kurz erklären, wie du eine hormonelle Dysbalance festellen kannst. Klassische Symptome sind folgende:

 

  • Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Haarausfall
  • Hautunreinheiten oder Akne
  • Schlechter Schlaf
  • Heißhunger
  • Starke Schmerzen während der Menstruation

Verantwortlich hierfür ist ein Ungleichgewicht der Hormone Progesteron und Östrogen. Diese sind die beiden zentralen Hormone im weiblichen Menstruationszyklus. Durch diese Dysbalance kommt es zu den obenstehenden Symptomen, die die meisten unter dem Begriff PMS (Prämenstruelles Syndrom) zusammenfassen.

Im besten Fall steht in der ersten Zyklushälfte, die aus Menstruations- und Follikelphase besteht, die Produktion von Östrogen im Fokus. In der zweiten Hälfte (Lutealphase) soll das Progesteron angekurbelt werden. Und genau das ist das Ziel von Seed Cycling.

 

Was ist Seed Cycling bzw. Seed Rotation?

Beim Seed Cycling wird Frauen empfohlen, je nach Zyklusphase bestimmte Samen und Kerne zu essen, um ihren Zyklus und die dafür relevanten Hormone zu regulieren. Samen und Kerne, die die Östrogen-Produktion ankurbeln, sollten zu Beginn des Zyklus mit Einsetzen der Menstruation gegessen werden. In der zweiten Zyklushälfte ist das Progesteron wichtig für die im Körper ablaufenden Prozesse, weshalb dann Progesteron-fördernde Samen und Kerne auf dem Speiseplan stehen.

 

Wie funktioniert Seed Cycling bei PMS?

 

Diese Samen und Kerne stehen im Fokus

Beim Seed Cycling stehen die folgenden Samen und Kerne im Fokus:

 

Leinsamen zum Beispiel sind besonders reich an Lignanen, Antioxidantien, Fettsäuren und Phytoöstrogenen, was das Östrogen im Körper erhöhen soll. Die positiven Effekte auf den Östrogenspiegel sind laut einer Studie zwar eher schwach, aber dennoch vorhanden.

 

Seed Cycling Anleitung

Wie du weißt schwankt die Länge des weiblichen Zyklus von Frau zu Frau, deshalb haben wir uns für diese Seed Cycling Anleitung an der durchschnittlichen Länge von 28 Tagen orientiert. Wusstest du übrigens, dass auch ein Mondzyklus 29 Tage dauert? Wenn du mehr über Vollmond Rituale oder das Neumondwünschen erfahren möchtest, schau doch gern mal in unserem Magazin vorbei.

Beim Seed Cycling wird der Zyklus in die zwei Hauptphasen aufgeteilt: die erste Zyklushälfte, die aus Menstruations- und Follikelphase besteht und die zweite, die mit der Ovulation (Eisprung) beginnt und weiter in die Lutealphase übergeht. Mit dem Einsetzen der Menstruation endet der Zyklus dann wieder.

 

Tag 1 bis 14 des Zyklus

Zu Beginn des Menstruationszyklus stößt die Gebärmutter Schleimhaut ab, was sich in Form der Menstruationsblutung zeigt. Im Anschluss daran, wird die oberste Schleimhautschicht neu gebildet. Langsam reifen im Eierstock ein oder mehrere Eifollikel heran, bis die Phase mit dem Eisprung endet.

In dieser Phase benötigt der Körper besonders viel Östrogen. Und hier kommen die für die erste Zyklushälfte relevanten Samen und Kerne ins Spiel: Kürbiskerne und Leinsamen enthalten Phytoöstrogene. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die dem körpereigenen Östrogen ähneln und seine Ausschüttung anregen können. Aus diesem Grund wird beim Seed Cycling empfohlen in der ersten Zyklushälfte jeden Tag jeweils einen Esslöffel Kürbiskerne und Leinsamen zu essen.

 

Tag 15 bis 28 des Zyklus

In der sogenannten Gelbkörperphase spielt das Sexualhormon Progesteron eine tragende Rolle. Es unterstützt das Einnisten der Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut. Außerdem ist es wichtig, dass jetzt das sogenannte follikelstimulierende Hormon (FSH), das die Östrogenproduktion ankurbelt reguliert wird.

Um Deinen Körper hierbei zu unterstützen, kannst Du jetzt täglich einen Esslöffel Sesam und Sonnenblumenkerne essen. Sie sind reich an Omega-3-Fettsäuren, die das FSH in Schach halten. Außerdem unterstützen Magnesium und Vitamin B6 die Progesteronproduktion.

 

Einnahme

Im Prinzip kannst du die leckeren Samen und Kerne auf all deine Lieblingsgerichte streuen. Sie sind nämlich nicht nur gesund sondern auch sehr lecker. Achte aber darauf: Sie sollten möglichst zerkleinert eingenommen werden. Gerade bei den kleinen Lein- und Sesamsamen kommt es häufig vor, dass sie unzerkleinert in den Verdauungstrakt geraten. In diesem Fall profitiert der Körper nicht von den wertvollen Inhaltsstoffen, die für das Seed Cycling relevant sind. Sie sind zwar tolle Ballaststoffe, werden aber im Ganzen wieder ausgeschieden.

Leinsamen kannst du schon geschrotet oder als Mehl kaufen oder selbst mit einer Mühle zerkleinern. Sesam gibt es auch in Mus-Form (Tahin). Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne können wir in der Regel gut mit den Zähnen zerkleinern.

Wir hoffen, wir konnten dir mit diesem Beitrag helfen und dir die hormonregulierenden Vorteile von Seed Cycling näherbringen. Wenn du auf der Suche nach den dafür benötigten Samen und Kernen in bester Bio-Qualität bist, dann wirst du selbstverständlich bei HOLY AVE fündig. Hier kommen die Links:

 

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